In der traditionsreichen Düsseldorfer Brauerei Schumacher gibt es ein Bier, das nur zweimal im Jahr auf den Tisch kommt – und bei Bierkennern jedes Mal für Vorfreude sorgt: das Latzenbier. Stark, bernsteinfarben, charaktervoll – dieses Bier ist mehr als nur ein saisonales Highlight. Es ist eine gelebte Brautradition, die zeigt, was Altbier kann, wenn es aus der vollen Malzladung schöpft.
Der Name „Latzenbier“ leitet sich von einer alten Bezeichnung im Brauwesen ab. Wenn ein Sud besonders stark oder gehaltvoll war, markierte man das Fass mit einem Holzlatz – ein sichtbares Zeichen dafür, dass hier etwas Besonderes abgefüllt wurde. Diese Tradition greift die Brauerei Schumacher seit Jahrzehnten auf: Das Latzenbier ist ein Starkalt, also ein besonders kräftig eingebrautes Altbier, das exklusiv zum Martinsfest im November und am Gründonnerstag im Frühjahr ausgeschenkt wird.
Dabei handelt es sich nicht um eine moderne Kreation, sondern um ein echtes Stück historischer Braukultur, das einst den Braumeistern und besonderen Gästen vorbehalten war – heute aber glücklicherweise für alle zugänglich ist, die es zu schätzen wissen.
Optisch präsentiert sich das Latzenbier in einem tiefen Bernstein- bis Kupferton, mit rubinroten Reflexen und einer stabilen, leicht cremefarbenen Schaumkrone. Im Glas funkelt es geheimnisvoll und verspricht schon vor dem ersten Schluck Tiefe und Fülle.
In der Nase dominieren intensive Aromen von geröstetem Malz, Karamell, dunklem Brot, Dörrobst und feinen Röstaromen. Eine dezente Fruchtnote – etwa nach Pflaume oder roten Beeren – rundet den Duft ab.
Am Gaumen entfaltet sich das Latzenbier mit großer Fülle: weich, rund und wärmend. Die Malzsüße ist präsent, aber elegant eingebunden. Eine fein dosierte Hopfenbittere sorgt für Ausgleich und verhindert jede Schwere. Der Körper ist dicht, der Nachhall lang und angenehm – ein Bier, das man nicht einfach trinkt, sondern erlebt. Der Alkoholgehalt liegt bei etwa 5,5 % leicht über dem klassischen Schumacher Alt, aber spürbar voller und intensiver.
Das Latzenbier wird traditionell nur zweimal im Jahr ausgeschenkt – im Brauhaus an der Oststraße und im Goldenen Kessel in der Altstadt. Die Latzenbier-Tage sind längst Kult: Schon Stunden vor dem Anstich füllen sich die Tische, viele Gäste reisen von weit her an, um dieses seltene Bier frisch vom Fass zu genießen.
Wer es lieber mit nach Hause nimmt, muss schnell sein: Die Flaschenabfüllung ist limitiert und meist binnen weniger Tage ausverkauft.
Das Latzenbier ist kein „Alltagsbier“, sondern ein Bier für bewusste Genießer, für besondere Anlässe, für gesellige Abende mit Freunden – oder einfach als flüssiges Denkmal für die Kunst des Altbierbrauens. Es passt hervorragend zu deftiger Hausmannskost, gereiftem Käse, Wildgerichten, aber auch zu nussigen Desserts oder dunkler Schokolade.
Das Schumacher Latzenbier ist ein Juwel unter den Altbieren – kräftig, würzig, ausdrucksstark und dennoch ausgewogen. Es zeigt, wie viel Tiefe, Charakter und Geschichte in einem handwerklich gebrauten Bier stecken können. Als saisonale Spezialität besitzt es Seltenheitswert – als Geschmackserlebnis ist es zeitlos.
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